
Viele kennen René Goscinny durch seine bekannten Comics: als Erfinder von "Asterix", dem Vater von "Lucky Luke" oder dem Zeichner von "Der kleine Nick". Umso überraschender ist es, dass er sich nun einem ganz anderen Genre zugewandt hat.
Im Buch "Ruhe, ich esse!" werden in 20 Humoresken die Banalitäten des alltäglichen Lebens aufgegriffen. Herzerfrischend und zugleich auf ironische Art und Weise schreibt der Franzose schlicht über die Höhen und Tiefen des Lebens. Immer mit einem kleinen Augenzwinkern nimmt er dabei sich und die Welt auf die Schippe.
Der Leser erkennt sich selbst wieder, wenn er von der Entstehung eines Gerüchts, von einer Diät (die nur aus Ausnahmen besteht) oder von der Vorbereitung auf die eigene Berühmtheit liest. Wer hat sich noch nicht vorgestellt einmal berühmt zu sein?
Goscinny kann aber auch ernst. Ernsthaft und manchmal sogar melancholisch werden auch die Schattenseiten des Lebens nicht unter den Teppich gekehrt.
Seine Tochter Anna hat die Geschichten und Erzählungen zusammengetragen, die ihr Vater zwischen 1964 und 1976 in Pilote teilweise autobiographisch geschrieben hat. Man lernt den Menschen hinter den Comics und seine Ansichten auf sympathische Art kennen.
